Geschichte

geschichte

Als Essenz seiner vergleichenden Studien verschiedener schamanischer Kulturen – am Oberen Amazonas, in Nordeuropa, in Mexiko, im westlichen Nordamerika und in der kanadischen Arktis – erkannte und formulierte der US-amerikanische Anthropologe Dr. Michael Harner die grundlegenden Prinzipien des Schamanismus. Auf diesen transkulturell zu beobachtenden, universellen Charakteristika und Techniken schamanischer Tätigkeit beruht die Entwicklung des Core-Schamanismus. Durch diesen werden die wesentliche Kraft und die Grundsätze des Schamanismus unabhängig von einer bestimmten Kultur herausgearbeitet und verfügbar gemacht. Insbesondere jenen Menschen, die Gefahr laufen, ihre schamanischen Traditionen zu verlieren oder diese – gerade in den westlichen Industrienationen – bereits verloren haben, bietet der Core-Schamanismus neuen Zugang zu schamanischem Wissen.

1964 von seinen Feldstudien am Oberen Amazonas zurückgekehrt, entwickelte Michael Harner seine eigene Praxis des Schamanismus und des schamanischen Heilens in den USA.

An verschiedenen US-Universitäten, an denen er anthropologische Vorlesungen hielt, wurde er von Studenten und Studentinnen gebeten, ihnen schamanische Methoden näher zu bringen. Ab Anfang der 1970er-Jahre begann Harner, im Rahmen außeruniversitärer Seminare Schamanismus zu unterrichten.

1979 als Center for Shamanic Studies gegründet, steht die Foundation for Shamanic Studies seit mehr als 35 Jahren für einen Zugang zum Schamanismus, der von Respekt gegenüber indigenen Kulturen gekennzeichnet ist. Sie widmet sich der Erhaltung, Erforschung und Weitergabe schamanischen Wissens. In Seminaren, die von den Mitgliedern der Fakultät der Foundation for Shamanic Studies gehalten werden, werden vor allem jenes Wissen und jene Techniken vermittelt, die für schamanische Divination und Heilarbeit unerlässlich sind. Dies geschieht auf dem Boden moderner Wissenschaften und westlicher Ethik, unter Berücksichtigung zeitgenössischer Lebenswelten. Zugleich unterstützt die Foundation Kulturen, in denen sich lebendiges schamanisches Wissen bis in die Gegenwart erhalten hat. Sie ist als nicht-gewinnorientierte Organisation strikt dem Wohl der Gemeinschaft verpflichtet.
Der europäische Zweig – die Foundation for Shamanic Studies Europe, gegründet 1987 – ist die weltweit einzige multinationale, multikulturelle und multilinguale Fakultät im Bereich des Schamanismus. Insbesondere auch darin gründet sich ihre Bedeutung in der Mitgestaltung eines modernen europäischen Schamanismus und ihre Verantwortung, Brücken zu bauen – zum Nutzen heutiger und künftiger Generationen.