Schamanische Praxis

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Schamanisch PraktizierendeR

Eine schamanisch PraktizierendeR ist eine Frau/ein Mann, die/der in unserer Kultur westlicher Industriegesellschaften schamanische Methoden zum Nutzen der ihm/ihr Anvertrauten (meist der Hilfe suchenden KlientInnen) anwendet.
Eine Liste schamanisch Praktizierender aus weiten Teilen Europas, die zumindest einen Teil Ihrer Ausbildung bei der Foundation for Shamanic Studies absolviert haben, steht auf Anfrage bzw. zum Download zur Verfügung – siehe sidebar.

Certified Shamanic Couselors ®

Certified Shamanic Counselors® (CSC) sind diplomierte schamanische BeraterInnen, welche die vorgeschriebene Ausbildung im Rahmen der Foundation for Shamanic Studies absolviert haben. Sie arbeiten in Einzelsitzungen mit jeweils einem/einer Klienten/Klientin und helfen diesem beim Erlernen der schamanischen Reisetechnik. Auf diese Art und Weise soll es den KlientInnen gelingen, selbst Kontakt zu den spirituellen Autoritäten der Oberen und Unteren Welt zu knüpfen und Hilfe für Lebensprobleme bzw. Antworten auf Fragen zu erhalten.
Ein Verzeichnis von CSC ist in der Liste der schamanisch Praktizierenden zu finden.

Trommelgruppe

Eine Trommelgruppe ist eine Gruppe von Personen, die regelmäßig zu gemeinsamer schamanischer Aktivität zusammenkommt. Neben lebensrelevanten Themen sowie spezifischen Aspekten des Schamanismus dienen Trommelgruppen vor allem der Weiterentwicklung der individuellen wie kollektiven schamanischen Praxis und Erfahrung, dem Austausch unter Gleichgesinnten und der Arbeit mit KlientInnen.
Das Spektrum der Formate reicht von offenen Gruppen, an denen jedeR teilnehmen kann (oftmals mit Entrichtung einer Teilnahmegebühr), bis hin zu geschlossenen, fix konstituierten Gruppen.
Kontaktpersonen für Trommelgruppen sind in oben erwähnter Liste der schamanisch Praktizierenden angeführt.

Praxistage

Im Rahmen von Praxistagen wird auf zeitlich komprimierte Art und Weise (meist zwischen einem Halbtag und einem Wochenende) intensiv schamanisch gearbeitet. Inhaltlich reicht das Spektrum von experimentellen und forschungsrelevanten Formaten bis hin zu klassischen Heiltagen, an denen die Arbeit für konkrete KlientInnen im Zentrum des Interesses steht.
Praxistage entspringen der Eigeninitiative und sind in der Regel regional organisiert.

Trommeln und Trommelbau

Für den Schamanen bzw. die Schamanin – für jene der Urzeit ebenso wie für den neuzeitlichen – gibt es nichts Wichtigeres als seine/ihre Trommel. Gewiss, so sagt man in Tuva, könne man auch mit der Geistfigur, dem Dajak (Stab), dem Fähnchen oder der Maultrommel schamanisieren. Aber für GroßschamanInnen ist die Trommel verbindlich.
Das Leben der Trommel gleicht dem des Schamanen / der Schamanin: es ist endlich. Was allein daraus erhellt, dass aus Urzeiten keine Trommel auf uns gekommen ist. Entweder das Material dauert nicht oder die Tradition ist dawider. Noch heute wird vielerorts beim Tod des Schamanen / der Schamanin seine/ihre Trommel zerstört. Manchmal, vor allem im Altai, besorgt sie das selbst. Sie reißt oder bricht und kündigt so den Tod des Besitzers an.
Beispielhaft wird hier eine Auswahl geschickter Handwerker, Künstler – wie immer man sie nennen will – präsentiert, die dem Faszinosum aus Fell und Holz bis zur Besessenheit erlegen sind. Gewiss versuchen diese Zeilen auch eine Antwort auf die häufig gestellte Frage, wo man derzeit in Europa eine gute Trommel bekommt.

Miroslav Kaspar: Der Preiskönig

Für jene, die wenig Geld zur Verfügung haben und dennoch auf eine gute Trommel nicht verzichten wollen, ist Miroslav Kaspar ein Geheimtipp.
Er ist in der Nähe von Budweis zuhause und arbeitet vor allem in Hirschleder. So sind die Trommeln zwar rau, haben aber sonoren Klang und sind wenig empfindlich gegen Feuchtigkeit. Miro ist auch bei Rasseln ein gefragter Künstler. Diese sind oval oder rund, Designs: Bär, Schildkröte oder Vogel.
Preise: Trommel – zwischen € 40.- (37 cm) und € 160.- (60 cm); Zwischengrößen sind möglich. Rasseln kosten zwischen 15 und 20 €. Es wird auch auf Bestellung angefertigt.

Miroslav Kaspar
Skridla 8, CZ-38232 Velesín
T: +420 602 864 331
E: miroslavkaspar@volny.cz
W: http://skridla.arcs.cz

Malachy Kearns: Es muss Ziege sein

In einem ehemaligen Franziskanerkloster in Roundstone, Irland, lebt Malachy Kearns. Seit nunmehr 31 Jahren baut er Bodhráns, die klassischen irischen Trommeln.
„Ich nehme der Ziege zwar ihr Leben, aber ich verwandle es dafür in ein anderes. Seele und Gefühl bleiben erhalten; und guter Klang ist die Krönung des Gefühls. Das richtig behandelte Ziegenfell mit seinem tiefen, verzaubernden Ton und der großartigen Dehnbarkeit sind das Geheimnis des unverwechselbaren Klangs.“
Die Felle werden nach altem, geheimem Rezept mit Kalkmilch und Schwefel enthaart und entfettet und auf einen Birkenholzrahmen gespannt. Verschiedene Größen – von Kindertrommel (€ 24,95) bis zu € 365.-. Bemalung auf Bestellung, viele Sujets lagernd – Tiermotive, Initialen aus irischen Handschriften, etc.

Roundstone Music, Connemara, Co.
Galway, Irland
T: +353 95 35808
E: bodhran@iol.ie
W: www.bodhran.com

Manfred Quade: Der Sibirienspezialist

Manfred Quade ist auf sibirische Trommeln eingeschworen; er ließ sich dazu vor Ort, in Tuva, inspirieren.
Im Stil der Keten hat die Trommel 16 Höcker („Resonatoren“), auf tuvinisch indes nur neun, denn Tuvas Schamanen gehen von neun Planeten aus). Manfred macht aber so viele Fortsätze (13, 19…), wie der Auftraggeber haben will.
„Wichtig ist mir die intensive Beziehung zu den Materialien. Im Winter geht die Kraft in die Haare, daher sind mir Sommerfelle lieber. Alpenhirsche haben in der Regel schöneres Fell als die aus der Ebene. Aber ich arbeite auch in Ziege, Pferd, Rind, Mufflon oder Damwild.“ Berühmt ist Quade vor allem für die ausgefeilte Trommel-Rückseite mit sehr bequemen Handgriffen.
Er bietet auch Trommelbauseminare an, Termine auf Anfrage.
Quades Trommeln sind mittlerweile auch in Sibirien gefragt. Preise nach Aufwand und Material, ab € 230.-.

Manfred Quade
Fichtenweg 8, D-56355 Bettendorf
Tel. +49 6772-961544
quade@schamanentrommeln.de